papierflieger http://paperairplane.blogsport.de Ein weiteres tolles WordPress Blog Fri, 15 Jun 2012 16:40:37 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en http://paperairplane.blogsport.de/2012/06/15/21/ http://paperairplane.blogsport.de/2012/06/15/21/#comments Fri, 15 Jun 2012 16:40:37 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2012/06/15/21/ Sie roch nach zu viel miserablem Gin, kaltem Rauch und Weichspüler. Ihr Haar war brüchig und dennoch akkurat zu einer Diven ähnlichen Frisur gesteckt. Ihre bebenden Brüste eingepfercht in geschnürten Stoff bewegten sich drohend auf mich zu. Sie zog an etwas Zigaretten ähnlichem und lachte schrill als sie sagte er sei ein Tyrann gewesen. Da ihr nach Blut riechender Husten mich mit Nebel erfüllte war ihr bestimmender Griff in meinen Schritt wie ein Schlag aus weiter Ferne.
Sie drückte mir ihr Glas in die Hände und säuselte mit tiefer Stimme in mein Ohr: „trink“. Ich trank
und mit jedem Schluck des alten mit Eiswürfel gestreckten Fusels drehten sich meine Gedanken, oder was davon übrig war, eintönig. Der Glaube, der mir nicht erschließbaren Freiheit zum greifen nahe zu sein oder auch der heftige Schlag auf meinen Schädel führten letztendlich zu einem kichernden Kotzen.

Das Kichern wie ein dumpfer Ton lassen in mein Hirn ein Ohrenbetäubendes Orchester tosen.
Hinter mir ertönt der Schrei einer Frau im Wechsel mit einem sich daran ergötzenden Lachen.
Wo befinde ich mich?- Blinzelnd erhasche ich ein verdrecktes Stuhlbein und eine Staubwolke,
welche sich wie eine an schleichende Katze von mir weg auf mich zu bewegt.
Bescheint ist das elendige Schauspiel von einem dieser schäbigen rot leuchtenden Reklame Neonröhren. Die man sonst nur aus Hollywood streifen und notdürftigen Friseursalons kennt.
Mir wird wieder schlecht und ich versuche mich aufzuraffen stehe schwankend, am Bettpfosten klammernd vor einem verschwommenen stöhnenden Szenario und Kotze.

Dunkelheit um mich herum, der Geschmack von Blut und Kotze, mein Schädel dem implodieren nahe, meine linke Seite pocht und ich tauche ein in Sternenreigen. Irgendwo dröhnt eine trostlose Tuba oder so was in der Art- ehrlich gesagt habe ich keinen Schimmer von Blasinstrumenten.
Ich muss lächeln. Tubaspieler sind doch immer kleine dicke freundliche Kerle in von Mama gebügelten Pionier Uniform. Solche denen Pfadfinder und Messdiner zu gefährlich waren.
Mein gerade erreichtes Glücksgefühl sowie der Tubaspieler werden von einem Ruck und einem Läuten unterbrochen. Mit der dahin geschiedenen Seligkeit tritt Salz in mein Gesicht. Tränen?
Eine gewisse Beständigkeit verschafft mir dennoch Sicherheit: Mir wird schon wieder schlecht und diese gleichmäßige Bewegung trägt nicht gerade zur Stabilisierung meines Magens bei.
Gleichmäßige Bewegung? Ich versuche, um mir einen Eindruck über die aktuelle Lage zu verschaffen, meinen Kopf zu heben, verliere dabei das Gleichgewicht und stürze in Untiefen meiner Selbst.

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Zum Abschied gab es Bombermarmeladigen Frohsin! http://paperairplane.blogsport.de/2011/11/04/zum-abschied-gab-es-bombermarmeladigen-frohsin/ http://paperairplane.blogsport.de/2011/11/04/zum-abschied-gab-es-bombermarmeladigen-frohsin/#comments Thu, 03 Nov 2011 23:01:11 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2011/11/04/zum-abschied-gab-es-bombermarmeladigen-frohsin/ 21 Wochenenden sind 1008 Stunden ergeben Sechs Wochen ergeben 42 Tage können ein Sommer sein.
36 000 letzte Sekunden umhüllt von einem Versuch der Unfähigkeit des Zählens.
kein Strick kein Handschlag
ein Augenaufschlag des Aufwärmens
3 Minuten voll Achselzucken
eine vorwurfsvolle ¾ Stunde
die Eroberung: Bombermarmelade!

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7 stunden fegen http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/7-stunden-fegen-2/ http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/7-stunden-fegen-2/#comments Tue, 18 Jan 2011 00:31:54 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/7-stunden-fegen-2/ Mein Magen dreht sich 3 mal um seine Eigene Achse, ich stehe wieder und Fege, 7 Stunden Täglich ,grauen Asphalt. Wenn Sie mich fragen welcher Tätigkeit ich nachgehe, und glauben Sie mir wenn Sie mich sehen, werden Sie nie fragen. Warum? Niemand möchte hören das es Menschen gibt die auf dem Friedhof arbeiten. Und dies ist nun mal das was sie denken wenn sie mich sehen: Friedhof. Ich weiß es, es sind meine Augenringe, welche mein restliches Gesicht verschlucken. Es sind meine Füße, schwer wie Blei, die mich zwingen in ihrem Kaffee ungebeten platzt zunehmen. Es ist mein lautloses Husten, der Ihren Blick senken lässt. Und es ist mein Schweigen, das sie so wütend macht. Sie denkt sie sei unattraktiver als früher und hat sich für viel Geld die Nase richten lassen. Ich habe genickt und dabei einen Geldschein gezogen. Tage lang ist sie nicht aus ihrem Zimmer gekommen, hat sich geschämt oder erwartet das ich etwas sage. Irgendwann hat sie den Schlüssel umgedreht und sich neben mich gesetzt. Ich glaube sie wollte etwas sagen, doch es klingelte. Unsere Blicke kreuzten sich und nach dem es zum 2 mal klingelte schleppte ich mich zur Tür. Post, von einer Freundin. Von der mit dem Leben, den Geschichten, Träumen und Plänen. (Wäre sie männlich würde sie es liebevoll midlife crisis betiteln) Welch eine Freude! Während sie sich über das Paket stürzte, griff ich mir Mantel und Hut und huschte langsam zur Tür hinaus. Als ich wieder kam, nach 7 Stunden fegen, war sie verschwunden. Die Achte Stunde bricht an und ich fege. Morgen werden es wohl 9 Stunden.

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Von und Zu Jedermann http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/von-und-zu-jedermann/ http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/von-und-zu-jedermann/#comments Tue, 18 Jan 2011 00:15:03 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/von-und-zu-jedermann/ In Satin gebadet. In Gold begraben. Steht sie verloren, sich an ihr Leben, an ihr Chanel no5 klammernd, mitten auf dem platten Land. Auf ihre Gedanken ist verlass, sie lässt sie das Kleid für die morgige Gesellschaft mit Von und Zu Jedermann auswählen, nach kurzem Zögern den dazu harmonierenden Lippenstift und das, wohl noch anzuschaffende, pasende paar Schuh. Dabei entgeht ihr das einige wenige, noch nicht vom süßlichen Duft der Dame eingeschläferten Schafe, genüsslich den Saum ihres, im Wert einer ganzen Schafherde stehendes, Kleides verputzen.

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http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/16/ http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/16/#comments Mon, 17 Jan 2011 23:46:15 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2011/01/18/16/ Bordeaux rotes Zwinkern stürzt sich in die Fluten der stürmischen See.
Schlägt ein Salto nach dem anderen.
Setzt zum Landgang an.
Huscht wieder zurück und verwandelt sich violett.
Singt zum Abschied vergnügt und wird eins mit der Gicht.
Taucht lachend wieder auf um dann, im Nachthimmel zu versinken.

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Wann? http://paperairplane.blogsport.de/2010/03/16/wann/ http://paperairplane.blogsport.de/2010/03/16/wann/#comments Mon, 15 Mar 2010 23:03:32 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2010/03/16/wann/ Ich sagte ihr sie sei sexy- sie fragte „Wann?“, ich fragte sie liebst du mich?- sie sagte „Wann?“ Jedes mal wenn ich zu ihr sprach sagte sie „Wann?“. Es gab sogar Momente in denen ich sie nur an sah und ihre Augen fragten „Wann?“, Ich fragte „Was?“- und sie nur „Wann?“, Manchmal ergab es ja durchaus Sinn, wenn ich sie beispielsweise fragte: „Rufst du mich an?“ Und sie fragte mich „Wann?“. In anderen Situationen verwirrte es mich eher. Ich fragte nach Klopapier und sie fragte „Wann?“. Ich machte sie darauf aufmerksam das Rauch aus ihrem Bad drang, anstatt der Uhrsache auf den Grund zugehen, feilte sie ihre Nägel und frage „Wann?“. Seither habe ich eine grundsätzliche Abneigung gegen dieses Wort entwickelt es macht mich geradewegs aggressiv. Es ist ein langsamer Prozess: mein linkes Auge beginnt in immer kürzer werdenden Abständen an zu zucken, mein Gesicht läuft rot an und ich beginne kurz bevor ich platze an zu schreien. Um mich davon abzuhalten den der es wagte in meiner Gegenwart das Wort „Wann?“ in den Mund zunehmen , geknebelt in meine „Wann“-Kiste (Riet mir mein ehemaliger Therapeut- er wahr schwach, ich wahr schwach, das Wort „Wann“ fiel und er landete drin.) zustopfen, benötigt es ein „Wann?“ aus Ihrem Munde. Warum ich seit 20 Jahren mit Ihr verheiratet bin?-“Wann?“

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Ein Riss im Vorhang http://paperairplane.blogsport.de/2010/03/15/ein-riss-im-vorhang/ http://paperairplane.blogsport.de/2010/03/15/ein-riss-im-vorhang/#comments Mon, 15 Mar 2010 22:06:55 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2010/03/15/ein-riss-im-vorhang/ Sie blickt durch einen Riss im Vorhang. Leicht wie die Melodie eines Gänseblümchens tippelt sie über ein Seil, angebracht in schwindliger Höhe, in die Manege. Ihre Zehen strecken sich und sie springt mit geschlossenen Augen, begleitet von einem weit ausgespannten gelb gepunktetem Schirm, das Publikum raunt, hält den Atem an doch sie lacht nur und schwingt sich aufs Trapez. Fliegt mit einem Triangel erzeugtem Trommelwirbel aus dem Scheinwerferlicht durch einen Riss im Vorhang.

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http://paperairplane.blogsport.de/2009/09/06/13/ http://paperairplane.blogsport.de/2009/09/06/13/#comments Sun, 06 Sep 2009 12:34:13 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2009/09/06/13/ Seicht streicht der salzige Duft der See um ihre Nase.
Ihr gepunktetes Kleid wurde von einer Windböe ergriffen und liegt nun weit hinter ihr.
Nur noch mit einem Höschen bekleidet (den Rest hatte sie schon im Laufe des Abends verloren..) steht sie, ihr Haar weit von sich weg wehend, einige Schritte, von denen sich ständig bewegenden Wellen, entfernt.
Sie hatte nicht gezögert war einfach losgerannt, ohne hast, aber nicht Zielloß.
Und jetzt stand sie da einfach nur da, ohne sich umzudrehen. Nahm sie alles tief in sich auf, dieser eine Moment gehörte nur ihr. Bald würden sie kommen und ihn ihr zerstören.
Sie mit Fragen, auf die sie keine Antwort wusste oder wollte, löchern und sie nicht mehr aus den Augen lassen.
Sie würden sagen sie machen sich Sorgen, Sorgen um sie, doch das einzige was sie besorgte wahr die Angst vor der Zerstörung ihres ach so, perfekten und geregelten Alltages.
Sollte sie es ihnen leicht machen? Einfach einen Fuß vorsetzen oder warten bis die Flut käme?
Einfach über Nacht verschwinden, so wie Lilly. Sie hatte es ihnen einfach gemacht. Schon nach einem halben Jahr waren die Ermittlungen eingestellt worden, ihr Zimmer gestrichen und neu möbliert, eine Studentin aus New- England wahr zur Untermiete eingezogen, Lillys Sachen verschwanden alle in großen Kartons an einen bis heute unbekannten Ort, neue Familienfotos wurden eingerahmt und an die Stelle der alten gestellt. Sie existierte nicht mehr. Sie hatten sie ausgelöscht und bis zum heutigen Tage war ihr Name nie wieder gefallen.

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Marylebone Road 27 http://paperairplane.blogsport.de/2008/07/15/marylebone-road-27/ http://paperairplane.blogsport.de/2008/07/15/marylebone-road-27/#comments Tue, 15 Jul 2008 07:19:15 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2008/07/15/marylebone-road-27/ Es roch nach Kleber, nach Kleber und Weißwein. Schlecht wurde ihr nicht aber die Kombination brachte sie dazu ihren Bruder anzurufen und ihn auf einen Kaffe einzuladen, er freute sich durch aus, wenn es sich auch inhaltlich bei ihrem Gespräch, wenn man es denn Gespräch nennen darf, nur um eines handelte: „Wie ginge es dem Hasen?- gut“. Demnach zu urteilen hätte man davon ausgehen können das es sich hier um ein schnell endendes Gespräch handelte, aber nein, sie waren es nicht müde zu erfahren wie es dem Hasen ginge und so dauerte es bis in die frühen Morgenstunden . Wer sich letztendlich verabschiedete und sie von den Qualen des wunderbaren Gespräches löste, ist nicht mehr ganz so klar heraus zu filtern, an dieser Stelle aber auch weitaus unwichtig. Tatsache war jedenfalls das sie es geschaft hatten und sich nun wieder für einige Zeiten nicht sehen brauchten, ein Wiedersehn mit dem Bruder, welcher 4 Häuser weiter hauste, konnte also gestrichen werden. Jeder der genau gelauscht hatte, hätte nach den ersten 5 Minuten merken müssen das beide keinerlei Ahnung von Hasen haben. So wäre auch jedem der nur annähernd etwas von geschwisterlichen Gemeinsamkeiten verstand, sofort aufgefallen das sie sich weder äußerlich noch sonst irgendwie ähnlich waren, geschweige denn nahe standen. Mal abgesehen von einem jedem, welcher durchaus im Bankraub nicht Neuling war, hätte es jeden andern nur stutzig gemacht aber nicht unbedingt zum weiterlauschen und nachfanden an geheizt. Warum? Nun ja die Antwort steht Donnerstag 7.15 Uhr, schwarz Maskiert an der Marylebone Road 27 vor uns.

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Dort sitzt sie, blutend… http://paperairplane.blogsport.de/2008/07/15/dort-sitzt-sie-blutend/ http://paperairplane.blogsport.de/2008/07/15/dort-sitzt-sie-blutend/#comments Tue, 15 Jul 2008 06:51:02 +0000 Administrator Allgemein http://paperairplane.blogsport.de/2008/07/15/dort-sitzt-sie-blutend/ …vor ihrem erneut aufgehäuften Scherbenhaufen, wieso hatte sie ihn nicht tief in der Schublade gelassen anstatt ihn wieder heraus zu kramen? Sie schließt ihre Augen und sieht nichts mehr, verschwindet in eine heile, perfekte, rosa-rote Welt. Keiner ist anwesend um ihr ihre Illusionen zu nehmen, keiner ist da um sie aufzuwecken, ihr erneut Scherben aufzuhäufen, nur ist auch keiner da der ihr einen Besen hinhält. Doch das interessiert sie nicht, nicht jetzt, jetzt ist sie dort an einem Ort ohne Scherben, ohne Verstecken, ohne Vergangenheit, auch ohne Zukunft aber mit Gegengenwart….

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