Marylebone Road 27

Es roch nach Kleber, nach Kleber und Weißwein. Schlecht wurde ihr nicht aber die Kombination brachte sie dazu ihren Bruder anzurufen und ihn auf einen Kaffe einzuladen, er freute sich durch aus, wenn es sich auch inhaltlich bei ihrem Gespräch, wenn man es denn Gespräch nennen darf, nur um eines handelte: „Wie ginge es dem Hasen?- gut“. Demnach zu urteilen hätte man davon ausgehen können das es sich hier um ein schnell endendes Gespräch handelte, aber nein, sie waren es nicht müde zu erfahren wie es dem Hasen ginge und so dauerte es bis in die frühen Morgenstunden . Wer sich letztendlich verabschiedete und sie von den Qualen des wunderbaren Gespräches löste, ist nicht mehr ganz so klar heraus zu filtern, an dieser Stelle aber auch weitaus unwichtig. Tatsache war jedenfalls das sie es geschaft hatten und sich nun wieder für einige Zeiten nicht sehen brauchten, ein Wiedersehn mit dem Bruder, welcher 4 Häuser weiter hauste, konnte also gestrichen werden. Jeder der genau gelauscht hatte, hätte nach den ersten 5 Minuten merken müssen das beide keinerlei Ahnung von Hasen haben. So wäre auch jedem der nur annähernd etwas von geschwisterlichen Gemeinsamkeiten verstand, sofort aufgefallen das sie sich weder äußerlich noch sonst irgendwie ähnlich waren, geschweige denn nahe standen. Mal abgesehen von einem jedem, welcher durchaus im Bankraub nicht Neuling war, hätte es jeden andern nur stutzig gemacht aber nicht unbedingt zum weiterlauschen und nachfanden an geheizt. Warum? Nun ja die Antwort steht Donnerstag 7.15 Uhr, schwarz Maskiert an der Marylebone Road 27 vor uns.